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Dinglingerhaus in Dresden

Das so genannte Dinglingerhaus am Jüdenhof war im Besitz von Christoph Georg Dinglinger, dem Bruder des berühmten Goldschmiedes August des Starken. Errichtet wurde es 1712 von Pöppelmann. Der Einfluß des Zwingerbaues war mit der geschwungenen Fassade unverkennbar. Die Fensterlukarne im Dachbereich setzt die reiche Gestaltung des Hauses fort.

Das kunsthistorisch bedeutendste Dresdner Barockwohnhaus (nach 1710/11) wurde 1716 von G.C.Dinglinger, dem Bruder des berühmten Goldschmiedes Melchior Dinglinger, erworben. Die zum Jüdenhof zeigende Hauptfassade (links im Bild) folgte mit ihren elegant gestreckten Proportionen dem italienischen Fassadenaufbau. In dieses Konzept fügte sich auch der pyramidale Dachaufbau über der Mittelachse ein.Auf Matthäus Daniel Pöppelmann als Architekt nicht nur von Zwinger und Taschenbergpalais (in kurfürstlich-sächsischem Auftrag), sondern auch dieses im Dresdner Maßstab herausragenden bürgerlichen Gebäudes weisen die drei sich herausschwingenden Mittelachsen, ein von Pöppelmann nach seiner Italienreise übernommenes Motiv.

Die reich geschmückte Fassade zeigte einen hohen Grad der Verschmelzung ganz unterschiedlicher Elemente. So sind böhmisch beeinflusste Schmuckmotive wie Scheinbalustraden, Tuchgehänge, Verdachungen, Rankenwerk, Maskenschlusssteine, die bis ins Detail mit denen des Zwingers und des Taschenbergpalais übereinstimmten, eingefügt in eine Fassadengliederung nach französischem Muster.

Fotos: http://fotothek.slub-dresden.de